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Cisquolady Neuer Benutzer

Anmeldungsdatum: 29.04.2011 Beiträge: 29 Wohnort: 79282
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Verfasst am: 16.05.2011 09:17:17 Titel: Dickes Pferd |
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Ich suche hier Erfahrungsberichte zum Thema :Mein Pferd muss abspecken.
Da mein Norweger deutlich zu fett ist habe ich vor zwei monaten mit einem Abnehmprogramm angefangen.
Ich habe sein Futter umgestellt, er bekommt jetzt fúr den Mineralhaushalt das Faser-light von Marstall, natúrlich in reduzierter Menge.
Heu wurde etwas reduziert aber so das er sich eigentlich immer noch fast satt fressen kann.Wenn der hungrig unter den sattel soll ist er total schlecht galaunt und lustlos.
Weidezeit auf vier stunden taeglich mit fressbremse von 12h ohne reduziert.Ich hatte die Wahl entweder er frisst sich auf der Weide voll, oder er muss allein in seinem Paddock bleiben solange seine Stallkolegen auf der Weide sind oder er darf mit Weidemaulkorb auf die Koppel und wenigsten ein bisschen Gras knabbern.
Und natuerlich jeden Tag mindesten eine Stunde Bewegung,d.h.ganz viel bergauf im Wald oder ausdauertraining auf ebenem Terrain.
Laut meinem Gewichtsmassband hat er jetzt in den zwei Monaten 30kg abgenommen.
habt ihr auch Erfahrungen zu diesem Thema gesammelt? Was haltet ihr vom weidemaulkorb bzw der Fressbremse? _________________ Jedes Gebiss ist nur so scharf wie die Hand die es fúhrt.
Oder:
Lass deinem Pferd eine Chance seinen Character zu bewahren-egal was kommt.
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Aeonium Alter Fuchs


Anmeldungsdatum: 21.10.2005 Beiträge: 791
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Verfasst am: 22.05.2011 17:48:59 Titel: |
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Hallo,
steht das Gras auf der Weide dem Pferd bis zum Bauch? Wurde das Pferd langsam an das Frühjahrsgras gewöhnt? Sonst sehe ich keinen Grund für eine Fressbremse.
Deine Schilderung hört sich nach Pferd-"Heubauch" an. Dies ist dann kein Fall für eine Fressbremse sonder für wohl dosierte Arbeit.
So wie du es derzeitig machst, nämlich ein Pferd so fast ganz ohne jegliches Kraftfutter - mit ein bisschen Zucker - würde ich nicht eine Stunde lang am Tag reiten und dann auch noch bergauf.
Auf den menschlichen Bereich übertragen hört sich deine Methode so an: ein 100 kg schwerer Mensch, schwabbelig, speckig, soll bei einer Fütterung mit Salat, Paprika und etwas Zucker eine Stunde lang täglich einen Berg hoch und runter gehen. Das baut meiner Ansicht nach keine Kondition auf. So ein Mensch fällt zusammen, wird übellaunig und schlapp.
Dein Ziel sollte sein, Fett- in Muskelmasse umzuwandeln. das erfordert zunächst ein Ausdauertraining - dem Pferdealter angepasst vorsichtig - wellenförmig steigernd. Anschließend ein durchdachtes Krafttraining (ohne dem Pferd zu schaden: den Bändern und Sehnen muss Zeit gegeben werden, den Muskeln nachzukommen).
Gruß _________________ Wie war das noch mal mit den Hilfszügeln, der Rasierklinge in den Händen des Affen?
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Cisquolady Neuer Benutzer

Anmeldungsdatum: 29.04.2011 Beiträge: 29 Wohnort: 79282
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Verfasst am: 30.05.2011 14:58:29 Titel: |
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Wenn das ein Weidebauch sein soll dann hat er den das ganze nJahr seit mehreren Jahren.Er hatte eine dicke speckschicht auf den Rippen . Die konnte man weder fúhlen geschweigedenn sehen. Mein TA konnte noch nicht mal richtig abhoeren. Die abspeckkur hab ich gestartet nachdem ich einen deutlichen Hinweis von meinem Tierarzt erhalten habe. Ich denke nicht das ein Norweger der quasi unbegrenzten Zugang zu Heu hat und zu dick ist unbedingt Kraftfutter fressen muss. Die Fressbremse auf der Koppe hattel weil er einfach nicht zu viel frůhes Gras fressen darf weil mein TA gemeint hat das ich aufpassen soll wegen Hufrehe.Mittlerweile geht er eh ohne Fressbremse auf die abgefressene Koppel Mein dicker bekommt seine Ration Minerlhaltiges Futter und alle andere noetige Energie zieht der Norweger aus seinem Heu.Er hat es ja auch geschafft nur mit Heu und Gras dick zu werden.Gruss _________________ Jedes Gebiss ist nur so scharf wie die Hand die es fúhrt.
Oder:
Lass deinem Pferd eine Chance seinen Character zu bewahren-egal was kommt.
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BiggiV Neuer Benutzer

Anmeldungsdatum: 12.10.2011 Beiträge: 2 Wohnort: Hessen
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Verfasst am: 12.10.2011 09:01:00 Titel: Übergewicht |
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Hallo Cisquolady,
ich setze Dir mal etwas zum nachlesen rein
LG Biggi
Übergewicht bei Ponys und Pferden
Viele Pferdebesitzer kämpfen einen täglichen Kampf der Giganten wenn es um das Gewicht ihrer Ponys und Pferde geht. Vor einem steht eine freudig mampfende kleine oder große Kugel mit lustigen Augen. Die einem schmatzend klar macht, dass es mal wieder sehr gut schmeckt und man eigentlich nur sehr ungern jetzt die Weide verlassen würde. Aber hier ist, wie bei fast allem, Konsequenz gefordert wenn man seinen Liebling gesund erhalten will. Übergewicht ist leider in der heutigen Pferdehaltung zu einem massiven Problem geworden. Mangelhafte Bewegung und Futterangebot in Überfluss machen Pferde fett und krank. Viele Pferde nutzen Weiden die von der Beschaffenheit auf Milchleistungsvieh ausgelegt sind und nehmen somit statt rohfaserreicher Kost mehr energiereiches Futter auf, als sie gesundheitlich vertragen können. Die Folgen sind oft Hufrehe, Durchfall, Kolik, Kotwasserproblematik, Fehlgärungen und Überfressen.
Der hohe Zuckeranteil führt zur Verfettung der Tiere. Es gibt auch Pferdebesitzer die es einfach zu gut meinen mit ihren Vierbeinern und sie überfüttern. Das Ergebnis nennt man dann, gut im Futter stehend. Aber diese Pferde verfetten innerlich wie äußerlich. Viele Pferde fressen auch aus Langeweile weil sie einfach unterfordert sind.
Massives Übergewicht kann aber verheerende Folgen für den Gesundheitszustand der Pferde haben. Es kommt zu Gelenkproblemen, Atemproblemen, Herz- und Kreislaufbelastungen, Probleme mit der Fruchtbarkeit um nur einige zu nennen. Am gefährlichsten sind jedoch hormonell bedingte Stoffwechselstörungen wie das Equine Metabolische Syndrom (EMS) oder Diabetes. EMS tritt überwiegend bei Pferden auf, die zu wenig bewegt werden und zu energiereich fressen. Hierbei gerät das Zusammenspiel von Zucker und Insulin gefährlich aus dem Gleichgewicht. Beim EMS kämpft das Insulin vergeblich gegen den überschüssigen Zucker an, auch wenn die Bauchspeicheldrüse weiterhin unermüdlich Insulin ausschüttet. Der überschüssige Zucker greift Gefäße an, entzündet die Huflederhaut und verschlimmert Sommerekzeme. Betroffene Pferde wollen nur noch fressen. EMS Pferde quellen im Bereich Hals, Schulter, Kruppe, auf wie ein Hefeklümpchen. Fohlen von EMS Müttern haben die Anlage entweder geerbt oder kupfern das Fressverhalten ab. Man sollte das Fohlen sicherheitshalber einer Blutuntersuchung unterziehen. Ein weiters Problem bei übergewichtigen Pferden ist der Diabetes mellitus. Diabetes ist immer eine Folgeerkrankung von Stoffwechselstörungen. Die Bauchspeicheldrüse ist überfordert und kommt nicht mehr mit der Produktion von Insulin hinterher. Der Körper verlangt mehr Insulin, als er produziert.
Machen sie aber nicht den Fehler und unterziehen sie ihr Moppelchen jetzt einer radikalen Nulldiät, denn die Folgen währen noch extremer, als das Übergewicht zu jetzigen Zeitpunkt. Eine Radikaldiät kann die sog. Hyperlipidämie zur Folge haben. Dabei mobilisiert der hungernde Körper große Teile seiner Fettreserven, welche die Leber nicht mehr verarbeiten kann. Blut und Leber werden überschwemmt und das Tier wird durch das eigene Fett vergiftet. Schwere Darmerkrankungen können ebenfalls eine Folge sein, durch die massive Überladung mit schädlichen Darmbakterien, die durch den rapiden Abbau zustande kommen.
Fütterung
>rationierte Weidegang
>Heunetz verwenden (damit das Pferd zur langsamen Futteraufnahme erzogen wird)
> Vorsicht bei gehaltvoller Grassilage oder sehr gutem Heu (hohe Fruktangehalte)
> Das Zufüttern von 3- bis 4-mal Mash in der Woche regt den Stoffwechsel an zu entschlacken
> Futterration rigoros um alle Energieträger wie Mais, Gerste oder Hafer kürzen
> Nur geringe Mengen an Ergänzungsfuttermitteln mit geringem Energiegehalt verwenden
> Kein Öl, das hat dreimal soviel Energie wie Kraftfutter
Bewegung
> Geduld ist gefragt, denn der Speck muss langsam runter. Ein andauerndes Auf und Ab zwischen Über- Unter- und Normalgewicht ist nicht erwünscht
> Die Bewegung muss genau wie die Diät schonend und langsam begonnen werden, damit es zu keiner Überbelastung der Sehnen und Gelenke kommt
> Zu Beginn nimmt man das Tier als Handpferd mit oder fängt mit Longieren an und steigert langsam und allmählich die Bewegung
> Nur regelmäßige Ausritte, neben dem täglichen Training, schaffen Erfolg
> Die ersten Ausritte sollten langsam angegangen werden bis die Kondition aufgebaut ist und ein paar überflüssige Pfunde abgebaut sind.
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