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mekki Neuer Benutzer

Anmeldungsdatum: 13.09.2011 Beiträge: 4
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Verfasst am: 13.09.2011 11:16:17 Titel: Pferd läuft weg beim Auftrensen |
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Hallo,
ich habe seit einigen Monaten ein älteres Pflegepferd. Er ist sehr dickköpfig und schreckhaft, ist aber total lieb. Am Anfang hat er ausgetestet, wie weit er bei mir gehen kann. Z. B. hat er sich nicht von der Weide holen lassen (ist einfach stehen geblieben) oder auf dem Weg zur Putzstelle auf einmal stehen geblieben. Beim Aufsteigen ist er immer losgelaufen. Inzwischen läuft alles ganz gut. Bis auf das Auftrensen. Wenn er merkt, dass ich ihn auftrensen will, wartet er genau den Moment ab, wenn ich das Halfter abnehme, um dann wegzulaufen. Ich muss immer ganz schnell das offene Halfter über seinen Hals schieben, damit er nicht komplett frei steht. Dennoch bleibt er nicht ruhig stehen, sondern versucht weiterhin abzuhauen. Habe dann große Mühe, die Trense drauf zu bekommen, während er den Kopf hoch reißt und versucht zur Seite hin wegzulaufen. Das ist jedes Mal ein Kampf, bis ich es geschafft habe. Habt ihr irgendeinen Tip für mich? Es graut mir jedesmal vor dem Auftrensen und wenn andere Leute auf dem Hof sind, ist es mir auch richtig unangenehm. Hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen.
LG
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Checkmate Neuer Benutzer

Anmeldungsdatum: 20.05.2011 Beiträge: 69 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 13.09.2011 13:53:22 Titel: |
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Hallo Du!
Also, als erstes denk ich muss man klären WARUm er das macht.
Macht er es aus Angst (z.B Zahnschmerzen oder Schlechte Erfahrungen) oder aus Bockigkeit, d.h. er will es einfach nicht bzw er will dich testen.
So wie du Ihn im gesamten beschreibst, denke ich das die zweite sache zutrifft.
Um das mit dem Auftrensen in den Griff zu bekommen, würde ich mir von ein oder zwei leuten helfen lassen, die ihn festhalten bzw am weglaufen hindern.
Ihn zu loben wenn es dann klappt sollte sehr helfen(lekkerlies).
Hast du sonst Dominanzprobleme mit Ihm? Also ich meine beim Umgang oder reiten allgemein. Sollte dies der fall sein, würde ich versuchen, diese erst mal in den Griiff zu bekommen, mit entsprechenden Gehorsamslektionen ist sowas ganz gut in den Griff zu bekommen.
Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen
LG
LG _________________ Die Kunst des Reitens liegt darin, sein Pferd so zu motivieren, dass es glaubt, dass es das was es macht tatsächlich selber will.
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mekki Neuer Benutzer

Anmeldungsdatum: 13.09.2011 Beiträge: 4
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Verfasst am: 13.09.2011 14:13:04 Titel: |
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Vielen Dank für deine Antwort!
Ich denke auch, dass er das aus Bockigkeit macht, da ich von seiten der Besitzerin von keinen Probleme beim Auftrensen gehört habe.
Ein Dominanzproblem gibt es auch. Er hat mich halt beim von der Weide holen getestet (das Problem haben wir inzwischen im Griff ), beim Aufsteigen ist er immer losgelaufen (auch gelöst ). Er hat auch 1-2 x versucht, seinen Kopf an mir zu schubbern. Das lass ich ihm aber nicht durchgehen.
Hast du zufällig Ideen für ein Gehorsamkeitstraining? Hab ihn während des Führens immer mal wieder anhalten oder rückwärts gehen lassen auf Kommando. Meinst du sowas?
Das mit den Leckerlis werde ich ausprobieren. Ob aber immer andere Leute zum Helfen auf dem Hof sind, ist fraglich. Und ich muss es ja auch irgendwie alleine schaffen
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Aeonium Alter Fuchs


Anmeldungsdatum: 21.10.2005 Beiträge: 792
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Verfasst am: 13.09.2011 17:56:47 Titel: |
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Hallo,
ist das Auftrensen nicht in seiner Box möglich?
Gruß _________________ Wie war das noch mal mit den Hilfszügeln, der Rasierklinge in den Händen des Affen?
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mekki Neuer Benutzer

Anmeldungsdatum: 13.09.2011 Beiträge: 4
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Verfasst am: 14.09.2011 07:56:15 Titel: |
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Hallo,
er steht das ganze Jahr über auf der Weide, hat allerdings eine Box. Dort könnte er dann zwar nicht über das Gelände laufen aber ruhig stehen bleiben würde ich sicherlich trotzdem nicht. Damit wäre das Problem, denke ich, nicht wirklich gelöst
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Aeonium Alter Fuchs


Anmeldungsdatum: 21.10.2005 Beiträge: 792
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Verfasst am: 14.09.2011 20:09:11 Titel: |
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Hallo,
also das Pferd in die Box. Man fängt ganz klein an, um später die Anforderungen zu steigern. Dem Pferd ETWAS Futter in der Box anbieten, damit es gedanklich verbindet: " Gehe ich in die Box, gibt es leckere Sachen".
Hat das Pferd zu Ende gefressen, (mit der Trense in der Hand) daneben auf dieses Ende warten, dem Pferd durch die eigene Körperhaltung bedeuten, dass es so stehen bleiben muss (möglichst nahe parallel zu einer Boxenwand). Lass es nicht ausbüxen, sonst musst du dieses stehen bleiben an der Wand wieder und wieder üben, bis das Pferd kapiert: "Weglaufen hat keinen Sinn. Mein künftiger Reiter hört nicht auf." Dauert das Üben so lange, dass sich das Reiten zeitlich nicht mehr lohnt, die Übung POSITIV beenden. Wenn das Pferd da stehen bleibt, wo es soll, abbrechen und Hals klopfen, bevor es sich wieder auf die Wanderschaft begibt. Also wichtig: Du beendest, das Pferd nicht.
Nächster Schritt: bleibt es dann letztendlich ruhig parallel zu Wand vor seinem Futternapf stehen, Zügel überstreifen und testen, ob es ruhig stehen bleibt. Bei Ja weiter, bei Nein zurück zum ruhigen Stehen, Zügel wieder überstreifen und so weiter und so fort.
Bleibt es also bei übergestreiftem Zügel ruhig stehen (=ausgiebig loben) , geht es weiter mit Stallhalfter ab. Gibt es dabei auch wieder Schwierigkeiten, Halfter wieder drauf und von vorn. Konsequenz, Beharrlichkeit und RUHE machen hier den Erfolg aus. Ist das Pferd sehr dumm, ängstlich oder widerborstig, geht die Übung bis zum Erfolg einige Tage.
Die Trense würde ich dem Pferd zusammen mit einem Stück Möhre ins Maul schieben, um die angenehme Verbindung: "Trense nehmen heißt Leckerchen bekommen", herzustellen.
Du lernst bei alledem, wie erreiche ich bei diesem Pferd mein Ziel und das Pferd lernt, dass es letztendlich machen muss, was du von ihm verlangst.
Klappt alles in der Box drei Wochen hintereinander, kannst du die Schwierigkeit steigern durch Auftrensen auf der Stallgasse, später vielleicht vor dem Stall.
Gruß _________________ Wie war das noch mal mit den Hilfszügeln, der Rasierklinge in den Händen des Affen?
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mekki Neuer Benutzer

Anmeldungsdatum: 13.09.2011 Beiträge: 4
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Verfasst am: 15.09.2011 09:12:12 Titel: |
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Okay, danke für die Antwort und die guten Ratschläge
Ich werde das gleich morgen mal ausprobieren, ihn in der Box aufzutrensen. Bin mal gespannt, wie er sich dabei anstellt. Gegen das Leckerli wird er bestimmt nichts einzuwenden haben
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