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naschie Gast
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Verfasst am: 10.11.2005 00:44:31 Titel: Erkrankung Kreuzdarmbeingelenk.Unheilbar???Leider etwas lang |
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Hallo an alle.
Bin beim Stöbern auf diese Seite gestoßen.
Bin seit gestern ein wenig durch den Wind. Also, ich fange mal an:
Ich besitzte seit ca. 2 Jahren einen mittlerweile 12jährigen, 1,78m großen Oldenburgerwallach. Mir fiel immer mehr auf, das mit ihm etwas nicht stimmt( trat nicht unter mit der Hinterhand, ging nicht durch´s Genick, ließ sich schlecht stellen,....), bis dann auch noch die Huforthopädin meinte, hinten stimmt was nicht.
Am 06.06.2005 erstmalige Vorstellung bei einem bekannten Osteopathen. Das Pferd hat Probleme im Kreuzdarmbeingelenk. Am 07.06.2005 Ultraschall (in dem die drei Entzündungsherde gut sichtbar waren) und Injektionen mit Hyaluronsäure und Cortison.
Am 30.09.2005 erfolgte dann die erste Behandlung. Die Beweglichkeit der Hinterhand war lt. Osteopath jetzt nach der Spritzenbehandlung sehr viel besser. Also, Pferd wurde behandelt, Osteopath war sehr optimistisch und meinte, wenn das Pferd erstmal merkt, das der Schmerz weg ist, wird sich auch dieses alte Bewegungsmuster, welches er warscheinlich schon lange hat, ändern und er würde wieder untertreten und durch´s Genick gehen(besser untergetreten hat er schon nach der Spritzenbehandlung). Ich sollte ihn 24 Stunden nach der Behandlung stehen lassen, danach könnte er wieder auf die Wiese und ich sollte ihn ca. eine Woche vorwärts-abwärts longieren und dann anfangen zu reiten und ich sollte dann auch anfangen, ihn zu versammeln.
Bin es wirklich langsam angegangen.
Seit einer Woche lahmt er hinten rechts. Die TÄ war gestern da, Beugeprobe hinten re. war positiv. Der Rücken ist total verspannt und das Pferd ist, wenn man es sich von hinten anschaut, total schief. Muskelatrophie auf der rechten Seite. Die TÄ meinte nun, das es sich bei dieser Sache um einen bereits länger andauernden Zustand handeln müsste. Sie meinte, das es fraglich wäre, ob man diese exteme Schiefe wieder hinbekommt und ob das Pferd jemals wieder schmerzfrei zu reiten sei.
Bin total geschockt!!Er ist doch erst 12!!
Da sich der Osteopath leider derzeit in Amerika aufhält, haben wir nun einen neuen Termin am 23.12. bekommen. Wie sieht es aus? Ich habe mir folgendes überlegt:
Nach der Behandlung bekommt mein Wallach ein kleines Wiesenstück abgeteilt, so das er zwar an der frischen Luft ist, aber nicht wie ein Irrer über die Wiese rennt. Er ist nämlich vor kurzem so auf der Wiese ausgeflippt, das er sich hingelegt hat, da hat er aber schon gelahmt. Was natürlich vorher passiert ist, weiß ich nicht. Er hat seine Beine leider nicht immer so unter Kontrolle. Ich würde ihn nach der Behandlung nur noch kontrolliert bewegen. Meint Ihr, das dieses Vorhaben Sinn macht?Bin total ratlos und würde mich über ein paar (aufmunternde) Tips freuen.
Liebe Grüße.
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Gast
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Verfasst am: 10.11.2005 10:25:39 Titel: |
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Hallo Naschi!
Ich kenne diese ständigen Rückschläge. Mein Thread: "Hilfe erbeten" (steht zur Zeit unter dir).
Erreichst du deinen Osteopathen gar nicht? Konnte er dir keine Tipps geben? Versuche es doch mal bei einem anderen Osteopathen, nur um erst mal die Gewissheit zu haben, dass es richtig ist, was du vor hast! Ich habe ja zur Zeit auch eine super gute Osteopathin an der Hand. Die versteht ihr Handwerk. Mein Pferd ist ja auch schief, das ist auf jeden Fall normalerweise wieder hin zu kriegen. Kommt immer drauf an, wie gut! Mein Pferd ist 16, hat ihr verschiebungen ich weiß nicht wie lange, aber damit hat sie noch L-Springen gewonnen. Weh getan hat es ihr nicht -> glaube ich, sonst hätte sie diese Leistung nicht bringen können! Mein Tierarzt sagt, sie ist nicht mehr reitbar, meine Osteopathin hat das zu Anfang auch gesagt, aber nun ist sie anderer Meinung! Alles, Tierärzte (so meine Erfahrung) finden es nicht immer sinnvoll, was Osteopathen machen. i8ch finds aber gut
Kopf hoch, dass wird schon wieder! Reitest du dein Pferd sonst Turnier? Wenn ja, was?
LG
SillyEmsland
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naschie Gast
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Verfasst am: 10.11.2005 17:15:41 Titel: |
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Mein Osteo ist in Amerika! Die TÄ hat mir auch geraten, nochmal hinzufahren. Mein Wallach geht ja auch nur im Trab lahm, es sieht so aus, als käme die Bewegung "oben" nicht richtig raus. Wenn er keine Schmerzen hätte, würde er doch nicht lahm gehen, oder?
Turniere reite ich nicht. Würde ich zwar gerne, aber das machen die Nerven von meinem süßen leider nicht mit. Ist also Freizeitpferd. Aber ob Freizeit- oder Turnierpferd: ich kann mich nicht draufsetzten, wenn ich nicht genau weiß, ob er Schmerzen hat.
Mein Vorgehen mit dem Paddock und der kontrollierten Bewegung bezieht sich auf die Zeit nach der nächsten Behandlung.
Ich danke Dir, für Deine Antwort. Vielleicht kommen ja noch ein paar andere hinzu. Würde mich sehr freuen.
Liebe Grüße.
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Britta Rotter Pferdephysiotherapie


Anmeldungsdatum: 11.09.2003 Beiträge: 846 Wohnort: Bad Tölz
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Verfasst am: 11.11.2005 12:07:51 Titel: |
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Ich würde auf jeden Fall die nächste Behandlung abwarten, in der ihr auch über die weitere Vorgehensweise sprechen könnt.
Wenn er momentan sehr auf der Wiese tobt kannst du ihn abtrennen, allerdings sind enge Wendungen oft belastender als Rennen auf einer großen Wiese. Falls er also im Paddock unruhig ist würde ich in lieber rauslassen.
Du schreibst die Beugeprobe sei positiv gewesen. Ein Kreuz-Darmbeingelenk wird aber bei normalen Beugeproben nicht stark gereizt. Ist sichergestellt das die Akute Lahmheit keine andere Ursache hat? Nicht das man sich zu sehr auf das KDG (bzw ISG) einschiesst und die Ursache zur Zeit vielleicht tiefer liegt. Denn diese Schiefe ist ja eben ein älterer Zustand, die Lahmheit aber doch akut, oder?
Liebe Grüße
Britta
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naschie Gast
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Verfasst am: 11.11.2005 15:54:42 Titel: |
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Die Lahmheit ist akut (jedoch nur im Trab). Da unser Wallach jedoch knüppelhart im Rücken ist und auch auf Druck fast in die Knie geht, hat die TÄ direkt auf KDG getippt. Mir geht es nicht ums toben auf der Wiese, sondern um die Sturzgefahr. Bei den Wiesen handelt es sich eh schon um Hangwiesen und da mein Wallach ziemlich ungeschickt mit seinen Beinen ist, besteht halt die Gefahr, das er sich hinlegt (wie ja auch schon passiert). Er bekommt seit gestern Equipalazone und läuft wieder wie ein junger Gott. Die Gelenke sind weder angeschwollen noch warm.
Bei der ersten osteopathischen Behandlung wurde keine Schiefe erwähnt. Kann natürlich auch sein, das der Osteo einfach vergessen hat, es zu erwähnen.
Ich habe gestern mit der TÄ telefoniert und erzählt, das er putzmunter und ohne zu lahmen über die Wiese fegt. Ich vergleiche das jetzt mal mit mir: wenn ich doch eine Blockade habe und Schmerzmittel nehme, dann sind zwar die Schmerzen weg, aber die eingeschränkte Bewegung bleibt. Wenn die Lahmheit vom KDG kommt, weil etwas verschoben ist, dann müßte er doch rein theoretisch keine Schmerzen mehr haben, aber trotzdem lahm gehen. Oder hinkt der Vergleich?
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Britta Rotter Pferdephysiotherapie


Anmeldungsdatum: 11.09.2003 Beiträge: 846 Wohnort: Bad Tölz
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Verfasst am: 13.11.2005 16:17:59 Titel: |
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Blockierungen sind etwas zweischneidig, meist könnte man das betroffene Gelenk mit Gewalt bis zur Endstellung bewegen, das Hauptproblem ist oft eher die umgebende Muskulatur, die sich durch den Bewegungsschmerz des Gelenks so verspannt das das Gelenk fixiert wird.
Also zuerst ist das Gelenk, das entweder durch längere Fehlbelastung mit resultierender Fehlstellung "verrutscht", oder es passiert durch ein akutes Trauma, wie Sturz oder Schlag. Bei der Gelenkbewegung stehen jetzt in eine Richtung die Gelenkflächen zu eng aufeinander, dadurch entsteht eine Schmerzmeldung. Diese führt sofort zu einer vermehrten Muskelspannung, oft eher einseitig. Dann fangen auch langsam die Bänder an ihren Zug zu verändern, weiter schränkt die Gelenkkapsel die Bewegung ein.
Ist dieser Vorgang im gesamten ziemlich akut passiert kann durch Schmerzmittelgabe/Spannungslöser Der Muskelspasmus und der vom Gelenk gemeldete Schmerz soweit gedämpft werden, das keine Symptome/Lahmheiten mehr bestehen. Ist man aber schon in der Phase wo sich Bänder und Kapsel verändern müßte auch nach den Medikamenten eine leichtere Lahmheit sichtbar bleiben. Das ensteht bereits nach einigen Tagen.
Das oben genannte ist auch der Grund warum ich persönlich nicht der große Verfechter dieser "Einrenktechniken" bin, außer im sehr akuten Fall. Meiner Meinung nach sollten zuerst die gelenkumgebenden Strukturen behandelt werden, dann setze ich mit Gelenktechniken an.
Echte Blockaden sind eher selten, viel häufiger entsteht eine Steifigkeit im Gelenk durch längere Fehlhaltung, die eher in den gelenkumgebenden Strukturen als in einer echten Verschiebung/Fehlstellung der Gelenkflächen seine Ursache hat.
Weiter kann ich dir leider aus der Ferne auch nicht helfen, ich müßte dein Pferd wirklich sehen. Aber warte echt auf deinen Osteopathen und lass den nochmal das KDG beurteilen.
Liebe Grüße
Britta
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naschie Gast
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Verfasst am: 13.11.2005 18:23:23 Titel: |
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Die TÄ meinte auch, es bleibt jetzt abzuwarten, wie er ohne das Equi läuft. Ich lasse meinen Wallach bis dahin einfach Pferd sein, werde ihn bis zum Termin nur ein wenig "betüddeln".
Vielen lieben Dank für die Antworten!!!!!!!
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Andi Gast
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Verfasst am: 02.02.2006 21:23:42 Titel: |
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Hallo!
Bei meinem Pferd besteht auch seit drei Jahren eine Lahmheit, habe schon so ziehmlich alles durch, was man machen kann, jetzt hab ich sie in die Tierklinik nach München gefahren und die Tippen auf das Kreuzdarmbeingelenk. Am Mittwoch wird bei meiner Stute jetzt eine Sintiographie (keine Ahnung, wie man das schreibt) gemacht. Aber die wissen nicht, ob das dann therapierbar ist. Was kann man in einem solchen Fall machen???
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Britta Rotter Pferdephysiotherapie


Anmeldungsdatum: 11.09.2003 Beiträge: 846 Wohnort: Bad Tölz
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Verfasst am: 03.02.2006 19:23:21 Titel: |
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Ich glaube wir hatten schon per Email Kontakt , im Grunde reicht schon eine minimale Verschiebung der Gelenkfuge um bei Belastung einen stechenden Schmerz hervorzurufen.
Bei einem physiotherapeutischen Befund wird das gesamte Pferd untersucht, um letztendlich auch die Ursache zu entdecken, die nicht unbedingt am Kreuz-Darmbeingelenk sein muß.
Inhalt der Behandlung sind bei dieser Problematik Lösung der verkürzten und verspannten Muskelzüge, anschließend wird über die Knochen Bewegung im Gelenk mobilisiert.
Den praktischen Ablauf hier genauer zu beschreiben ist schwierig, erstens richtet es sich nach dem speziellen Befund, zweitens wird es schwer verständlich wenn ich ins Detail gehe.
In einer Szintigraphie muß die Problematik nicht unbedingt sichtbar werden, je nach Empfindlichkeit des Pferdes reicht wirklich schon eine haarfeine Verkantung im Gelenk.
Liebe Grüße
Britta
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Andi Gast
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Verfasst am: 06.02.2006 16:38:47 Titel: |
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Hallo!
Wissen Sie jemanden der einen Aquatrainer hat, will keine Gelegenheit auslassen m meiner Stute helfen zu können.
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Britta Rotter Pferdephysiotherapie


Anmeldungsdatum: 11.09.2003 Beiträge: 846 Wohnort: Bad Tölz
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Verfasst am: 06.02.2006 18:21:15 Titel: |
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In Bayern weiß ich nur von www.reha-baumann.de, dort wird auch Aquatraining durchgeführt.
Liebe Grüße
Britta
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Andi Gast
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Verfasst am: 11.02.2006 13:30:36 Titel: |
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Danke
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pepi Gast
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Verfasst am: 15.03.2006 11:51:52 Titel: Kreuzbeindarmgelenk |
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Hallo,
ich kann Deine Sorge nachempfinden. Meine jetzt 13 j. Tinkerstute hat auch lange Zeit diverse. Verspannungen und Lahmheiten gezeigt. Kein TA wusste warum. War sogar in einer Klinik und sollte gar eingeschläfert werden, weil sie trotz Equi immer mehr Probleme bekam.
Die Chiropraktikerin und Akkupunkteurin hat dann festgestellt, dass sie auch das Kreuzbeindarmgelenk verschoben und leichte Arthrose hat. Sie wurde behandelt und bekommt Kurweise Teufelskralle und Cortaflex powder. Hin und wieder selbst gemachte Massagen und regelm. Bewegung. Meisst aber im Gelände. Sie geht wieder supi. Zwar hin und wieder etwas verspannt aber nach einer Massage und Gymnastik ist es wieder besser.
Ich wünsch Dir auf jeden Fall alles Gute und Deinem Hotti, dass es ihm bald besser geht.
L.G.,
Petra
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